Burn-Out-Syndrom und Chronic-Fatigue-Syndrom


Neurostress

Symptome wie chronische Müdigkeit, Depression, Konzentrationsprobleme bis hin zu komplexen Krankheitsbildern wie Burn-Out-Syndrom, Chronic-Fatigue-Syndrom (CFS) gewinnnen immer mehr an Bedeutung in unserer hektischen, leistungsorientieren Gesellschaft. Sie gehen häufig mit einer Verschiebung im Neurotransmitterhaushalt einher bzw. sind die Folge davon.

Über einen Speicheltest lassen sich einfach und zuverlässig die wichtigen Botenstoffe,
die an der Streßregulation beteiligt sind und darüber hinaus auf den Antrieb, die Stimmung, das Eß- und Schlafverhalten und viele andere Vitalfunktionen eines Menschen entscheidenden Einfluß haben, bestimmen: Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin, Dopamin, DHEA und Melatonin.

Eine Verschiebung läßt sich nach unserer Beobachtung durch bestimmte Aminosäuren beeinflussen , die eine Vorstufe zu spezifischen Neurotransmittern bilden wie 5-Hydroxytryptophan als Vorstufe zu Serotonin bzw. durch Synthese-Cofaktoren wie Vitamin B6 (für die Bildung von Serotonin aus 5 HTP wird Vitamin B 6 benötigt). In manchen Fällen ist sicherlich die Überweisung zu einem Facharzt zur Verordnung entsprechender rezeptpflichtiger Medikamente sinnvoll und notwendig.

 

Nitrostress

Tinnitus (anhaltende Ohrgeräusche), MCS (multiple Chemikaliensensitivität; eine gesteigerte Empfindlichkeit auf bestimmt Chemikalien), Fibromyalgie (umgangssprachlich „Weichteilrheuma“) sind Krankheitsbilder, die im Zusammenhang mit Nitrostress besonders hervorzuheben sind.

Dr. Martin Pall, Professor für Biochemie an der Washington State University, hat vorgeschlagen, nitrosativen Stress zum 10. Paradigma (Erklärungsmodell) zur Entschlüsselung der Krankheitsentstehung zu erklären.

Entscheidender pathogenetischer (krankmachender) Faktor ist eine vermehrte Stickoxid-Gas-Bildung (ausgelöst durch multiple Streßfaktoren wie chronische Infektionen z.B. mit EBV-Virus, Schwermetallbelastungen, langanhaltender psychischer oder physischer Streß, chronische Entzündungsprozesse z. B. durch Zahnherde etc), wodurch vermehrt das hochtoxische Peroxinitrit gebildet wird, was offensichtlich eine wichtige Rolle in der Entstehung und Aufrechterhaltung insbesondere o.g. Krankheiten spielt. Eine Palette weiterer Kranheitsbilder steht im Verdacht, Folge einer erhöhten Peroxinitrit-Bildung zu sein.

1998 hatten Furchgott, Ignaro und Murad den Nobelpreis für Medizin für ihre Arbeiten über die Rolle des NO-Gases (Stickoxid) im Herz-Kreislaufsystem erhalten, Dr. Pall hat die Theorie aufgegriffen und ein sehr schlüssiges Erklärungsmodell für die Rolle des Stickoxid/Peroxinitrit-Zyklus in der Pathogenese (Krankheitsentstehungsgeschichte) einer Reihe von chronischen Erkrankungen u. a. (neben den oben erwähnten) Asthma bronchiale, Migräne, Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis (Gelenkrheuma) geliefert – ein spannendes Thema - wer sich intensiver damit auseinandersetzen will, kann hier nachlesen:

http://www.cfs-aktuell.de/august07_1.htm

http://www.symptome.ch/wiki/Nitrosativer_Stress


Anmerkung:
Auch hier werden Wissenschaftler nur genannt, um die Methode schlüssige erklären zu können, nicht, um mit ihnen zu werben. Die Theorien werden in der Medizin zur Zeit kontrovers diskutiert, wir meinen aber, sie besonders naturheilkundlich interessierten Lesern präsentieren zu sollen.